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Freiberger Dom
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Der Dom St. Marien ist eine evangelisch-lutherische Kirche am Untermarkt im sÀchsischen Freiberg. Vor der Reformation war das Gotteshaus eine Stiftskirche, eine Kathedrale (Bischofskirche) war es nie. Ungeachtet dessen ist der Freiberger Dom eines der am reichsten ausgestatteten GotteshÀuser Sachsens und enthÀlt mit der Goldenen Pforte, der Tulpenkanzel, den Orgeln Gottfried Silbermanns und dem zur BegrÀbnisstÀtte der Albertiner umgestalteten Chor bedeutende Kunstwerke.
Contents
âą Geschichte
âą Architektur
âą ĂuĂeres
âą Inneres
âą Goldene Pforte
âą Ausstattung
âą Altarretabel
âą Orgeln
âą Glocken
âą Gemeindeleben
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
VorgÀngerbauwerk
Um 1180 entstand in dem noch jungen, durch Silberfunde sich schnell entwickelnden Ort Freiberg die romanische Basilika Unserer Lieben Frauen. Die Pfarrkirche erhielt mit der spĂ€tromanischen Triumphkreuzgruppe, auch Kreuzigungsgruppe genannt (um 1225), und der Goldenen Pforte (um 1230) schon frĂŒhzeitig zwei sehr bedeutende, noch heute erhaltene Kunstwerke. Im Jahr 1480 erhob Papst Sixtus IV. die Pfarrkirche zum Kollegiatstift. Jedoch schon nach nur 57 Jahren wurde das Kollegiatstift im Zuge der Reformation in Sachsen aufgelöst.
Neubau ab Ende des 15. Jahrhunderts
Die Kirche wurde wĂ€hrend eines groĂen Stadtbrandes 1484 fast völlig zerstört. Triumphkreuzgruppe, Goldene Pforte und Teile des Chores blieben jedoch erhalten. An gleicher Stelle erfolgte der Neuaufbau des Domes St. Marien als dreischiffige, sechsjochige spĂ€tgotische Hallenkirche. Die BauplĂ€ne stammten von den Baumeistern J. und B. Falkenwalt, die den Bau auch leiteten. Die Neueinweihung des Domes erfolgte im Jahr 1512. Von 1585 bis 1594 wurde der Chor unter der Leitung von Giovanni Maria Nosseni zur Grabanlage der Wettiner umgestaltet.cite-ref-kunstf-1-0[1]
UmgestaltungsplÀne um 1910 und Restaurierung
Das neue Gotteshaus erhielt jedoch keine KirchtĂŒrme und blieb in diesem Zustand bis Ende des 19. Jahrhunderts. Um TĂŒrme auf das schon damals als Baudenkmal bezeichnete KirchengebĂ€ude aufsetzen oder anbauen zu können, wurde im Jahr 1905 ein Preisausschreiben unter Architekten ausgelobt. Ein Preisgericht unter dem Vorsitz des Dresdner Architekten Paul Wallot solle dem Dombauausschuss beratend zur Seite stehen. Ein Turm sollte als Treppenturm dienen, der andere ein GelĂ€ut tragen. Auch Verschönerungen an den Fassaden sollten vorgesehen werden.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3] Der Kirchbauverein entschied sich offenbar fĂŒr den Entwurf des Architekten Otto Kohtz, der einen Zwillingsturm vorgesehen hatte; zwei EntwĂŒrfe waren eingegangen.cite-ref-4[4] Ein anderer Entwurf von Bruno Schmitz propagierte den Bau eines mĂ€chtigen Breitwestturms, der das ĂuĂere des Doms dominieren sollte. Diese frĂŒhen BemĂŒhungen um eine Denkmalpflege mit zeitgemĂ€Ăen Formen wurden sogar von Cornelius Gurlitt unterstĂŒtzt, dessen Wirken fĂŒr die Erhaltung der mehrfach vom Abriss bedrohten KreuzgĂ€nge insgesamt zum Erhalt des gewachsenen Zustands beigetragen hat.cite-ref-5[5] Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs fĂŒhrte in der Folge dazu, dass Abstand von den TurmplĂ€nen genommen wurde, wodurch der fragmentarische, spĂ€tgotisch geprĂ€gte Charakter des Doms weitgehend erhalten blieb. Der niedrige Nordwestturm liegt in der Flucht des nördlichen Seitenschiffes; der SĂŒdwestturm, im Jahr 1931 nach Plan von Otto Rometsch in zurĂŒckhaltender Weise aufgestockt, tritt aus der Flucht des Seitenschiffes nach SĂŒden vor.cite-ref-kunstf-1-1[1] Im Jahr 1971 lieĂ die Freiberger Stadtverwaltung eine komplette Restaurierung des Domes vornehmen. Dabei wurden die spĂ€tgotischen Gewölbemalereien stark restauriert und ergĂ€nzt.cite-ref-kunstf-1-2[1]
Architektur
ĂuĂeres
Der Freiberger Dom hat mit den beiden ungleichen TĂŒrmen und dem gewaltigen schiefergedeckten Dach, das stĂ€dtebaulich im Bereich des Untermarkts wirksam ist, ein uneinheitliches ĂuĂeres. Der einschiffige Chor mit FĂŒnfachtelschluss, der im 16. Jahrhundert zur Grabkapelle der Wettiner umgestaltet wurde, prĂ€gt mit den aufwĂ€ndigen MaĂwerken das ĂuĂere. Die Strebepfeiler wurden bei diesem Umbau zu Pilastern umgestaltet und erhielten Kapitelle sowie Obelisken als Abschluss. Das geschweifte Chordach mit dem als Obelisk ausgebildeten Dachreiter geht ebenfalls auf diese Umgestaltung zurĂŒck. DarĂŒber erhebt sich der mĂ€chtige Giebel des Langhausdachs, der mit Blenden gegliedert und durch einen Dachreiter betont wird. Bedingt durch die im Innern umlaufende Empore sind die mit KreuzbogenmaĂwerk geschmĂŒckten hohen Spitzbogenfenster zweigeteilt. In den unteren Teilen der Fenster sind auch FischblasenmaĂwerkformen zu finden. Nach Westen ist das Dach abgewalmt.
Inneres
Der Freiberger Dom wird in der kunsthistorischen Forschung als eines der Hauptwerke innerhalb einer Gruppe von obersĂ€chsischen Hallenkirchen gewertet.cite-ref-6[6] Das Langhaus ist gekennzeichnet durch nach innen gezogene Strebepfeiler, formenreiche Netzgewölbe und gekehlte schlanke Achteckpfeiler. In halber Höhe zieht sich eine spĂ€tgotische Empore mit MaĂwerkbrĂŒstung um den Bau, die um die Pfeilervorlagen mit balkonartigen Vorbauten herumgefĂŒhrt ist. Der Freiberger Dom zeichnet sich gegenĂŒber den anderen obersĂ€chsischen Hallenkirchen durch eine besondere Betonung der Vertikalen aus, die durch die steil ansteigenden GewölbeanfĂ€nger entsteht und in den spĂ€teren Bauten nicht mehr ausgeprĂ€gt ist. Im Zentrum des Mittelschiffsgewölbes befindet sich ein farblich hervorgehobenes Himmelsloch. Als Vorbild fĂŒr den Raum gilt die Martinskirche in Amberg, die ebenfalls eine umlaufende Empore mit darunterliegenden flachen Kapellennischen zeigt.cite-ref-mag-7-0[7]
WĂ€hrend das Langhaus des Doms im Hauptschiff regulĂ€r und symmetrisch aufgebaut ist, sind der Westbau und die anschlieĂenden KreuzgĂ€nge und Kapellen je nach den vorgefundenen oder sich ergebenden Grundrissen und BedĂŒrfnissen asymmetrisch gestaltet. Dadurch ergeben sich interessante KleinrĂ€ume, die teilweise zu KabinettstĂŒcken spĂ€tgotischer Raumgestaltung geworden sind. Zu erwĂ€hnen ist hier besonders die Vorhalle, die ebenso wie die Annenkapelle die FĂ€higkeit der spĂ€tgotischen Baumeister zeigt, nahezu beliebige Grundrisse durch phantasievolle Gewölbeformen zu Raumkunstwerken zu gestalten. Die gegenĂŒber dem Westbau als Endpunkt des Kreuzgangs gelegene zweischiffige Annenkapelle zeigt ein Gewölbe der gewundenen Reihung, das an die charakteristischen Gewölbeformen der obersĂ€chsischen und böhmischen SpĂ€tgotik erinnert, die im Wladislawsaal der Prager Burg ihren Höhe- und Endpunkt findet.
Goldene Pforte
Die Goldene Pforte im Freiberger Dom ist ein spĂ€tromanisches, 1225 geschaffenes Rundbogen-Sandsteinportal an der SĂŒdseite des Domes. Das Material ist der in einem flachen kreidezeitlichen Meer abgelagerte Grillenburger Sandsteincite-ref-8[8] aus dem Tharandter Wald. Skulpturen und reich verzierte SĂ€ulen sind den GewĂ€nden abwechselnd eingestellt. Vermutlich bildete das Portal den Westeingang der romanischen Kirche, die bei dem Brand 1484 zerstört wurde. Bei dem folgenden Neubau wurde die Architektur und Bauplastik des Portals sorgfĂ€ltig abgebaut und dem Neubau in spĂ€tgotischen Formen als neuer SĂŒdeingang eingefĂŒgt. UrsprĂŒnglich wies das Portal eine reiche farbige Fassung auf.cite-ref-kunstf-1-3[1]
Zum Schutz des Portals vor UmwelteinflĂŒssen wurde 1902/03 ein Vorbau durch die Dresdner Architekten Schilling & Graebner errichtet, der die gotische Formensprache mit dem damals modernen Jugendstil verband.
Die Freiberger Goldene Pforte ist das erste vollstĂ€ndige deutsche Statuenportal. Georg Dehio urteilte: â⊠an Pracht selten, an innerem Adel niemals mehr ĂŒberboten.âcite-ref-mag-7-1[7] Das Tympanon zeigt die thronende Muttergottes mit den anbetenden Heiligen Drei Königen, einen Engel und Joseph; am GewĂ€nde stehen Statuen von alttestamentlichen VorlĂ€ufern, in den Archivolten in vier Zonen Gestalten zur Darstellung von Erlösung und JĂŒngstem Gericht.
Die Goldene Pforte gehört zu den Hauptwerken der deutschen Kunst im 13. Jahrhundert. Kopien der Goldenen Pforte existieren in der Adolphus Busch Hallcite-ref-9[9] der Harvard University in Cambridge (Massachusetts, USA), im Italienischen Hof des Puschkin-Museumscite-ref-10[10] in Moskau (Russland) und im SzĂ©pmƱvĂ©szeti MĂșzeumcite-ref-11[11] (Museum der Schönen KĂŒnste) in Budapest (Ungarn). Das gesamte Bildprogramm haben wahrscheinlich die Zisterzienser von Altzella vermittelt.cite-ref-kunstf-1-4[1]
Ausstattung
Altarretabel
Bedingt durch die Nutzung des Chores als BegrĂ€bnisstĂ€tte musste das Altarretabel klein und transportabel sein. Das GemĂ€lde des im Jahr 1560 gestifteten Altarretabels zeigt die Einsetzung des Abendmahls durch Christus und im Vordergrund die Austeilung des Abendmahls in beiderlei Gestalt bei der lutherischen Abendmahlsfeier. Das GemĂ€lde zeigt Ăhnlichkeiten mit den Bildern Lucas Cranachs des JĂŒngeren, stammt aber wahrscheinlich nicht aus dessen Werkstatt. Der geschnitzte schwarz und golden gefasste Rahmen mit gewundenen SĂ€ulen und gesprengtem Giebel stammt wahrscheinlich aus der Werkstatt eines Freiberger Meisters. Das silberne Altarkruzifix ist ein Werk des Goldschmieds David Winkler.
Kanzeln des Domes
Bemerkenswert ist das Vorhandensein von zwei nebeneinanderstehenden Kanzeln im Mittelschiff: zum einen die freistehende, etwa aus dem Jahre 1505 stammende Tulpenkanzel und zum anderen die Bergmannskanzel von 1638.
Tulpenkanzel
Die Tulpenkanzel ist eines der bekanntesten Kunstwerke des Domes.cite-ref-12[12] In der Literatur wird sie als Höhepunkt seines Schaffens dem Bildhauer H. W. (vermutlich Hans Witten von Köln) zugeschrieben â gleichwohl wird diese Identifizierung mehrfach in Frage gestellt. Das besonders feingliedrige Werk nutzt die Grenzen des dem Stein Zumutbaren bis zum ĂuĂersten aus und entstand wahrscheinlich zwischen 1505 und 1510.cite-ref-13[13] Die Tulpenkanzel wird (abgesehen von eisernen Ankern) weder von einer Wand noch durch Pfeiler gestĂŒtzt und so scheint es, als wĂŒrde dieses Meisterwerk aus Hilbersdorfer Porphyrtuff (ein rhyolithischer Tuff)cite-ref-14[14] wie ein BlĂŒtenkelch mit vier StĂ€ngeln aus dem Boden wachsen. Diese StĂ€ngel sind zweimal mit Stricken an den inneren Schaft gebunden. Zwischen beiden VerschnĂŒrungen spielen singende Engelskinder. An dem BlĂŒtenkelch erscheinen die vier KirchenvĂ€ter Augustin als Bischof, Gregor als Papst, Ambrosius als Erzbischof und Hieronymos als Kardinal. Die dominierenden Figuren sind ein vornehm gekleideter Mann (es könnte sich um eine Darstellung des Stifters der Kanzel handeln), am FuĂe der Kanzel ruhend, von Löwen umgeben (es könnte Danielcite-ref-15[15], der Schutzpatron der Bergleute sein) und ein Knappe (dies könnte ein Selbstbildnis des Meisters H. W. sein), der die Last der Wendeltreppe auf seinen Schultern trĂ€gt. Der Knappe sitzt auf einer Astgabel eines Baumstammes unterhalb des Treppenaufganges. Ăber dem Kanzelkorb ist ein hölzerner Schalldeckel aufgehĂ€ngt, bekrönt von einer Madonna, die mit ihrem Kind spielt.cite-ref-16[16] Diese Art der Darstellung legt die Deutung der Kanzel als Baum des neuen Paradieses mit Maria und Christus als Krone einer neuen Schöpfung nahe, die durch das gepredigte Gotteswort entsteht. Die Kelchform der Kanzel und die Weintrauben am Halsring des Stengels und in der Hand des Christuskinds deuten auf die Eucharistie. Die Phantastik der Darstellung mit den zahlreichen Nebenfiguren und der unvergleichlichen artistischen KĂŒhnheit der Kanzeltreppe geht jedoch weit ĂŒber alle kunstwissenschaftlichen Deutungsversuche hinaus.cite-ref-mag-7-2[7]
Bergmannskanzel
Die aus Sandstein gefertigte Bergmannskanzel ist eine Stiftung des Freiberger BĂŒrgermeisters Jonas Schönlebe und seiner Frau aus dem Jahr 1638. Sie zeigt am Kanzelkorb vollplastische Darstellungen der anbetenden Stifter vor einem Alabasterkruzifix. Die Kanzeltreppe wird von einer vollplastischen Figur eines Bergknappen in Arbeitstracht getragen, wĂ€hrend der Kanzelkorb durch die Figur eines Steigers getragen wird. An der Kanzeltreppe und am Korb sind weitere Reliefdarstellungen der Passion Christi zu finden. Der Schalldeckel wird von einer Figur des auferstandenen Christus mit der Siegesfahne bekrönt. Die KanzeltĂŒr wird von der typologisch entsprechenden alttestamentlichen Szene von Jonas bekrönt, der vom Walfisch ausgespien wird, womit gleichzeitig auf den Vornamen des Stifters angespielt wird. Die bildhauerische QualitĂ€t erreicht jedoch bei weitem nicht den Rang der Ă€lteren Bildwerke.
Mittelalterliche Skulpturen
Die spĂ€tromanische Triumphkreuzgruppe im Triumphbogen des Chores war einst Teil des Lettners, der den Chor der romanischen Kirche vom Langhaus trennte. Sie besteht aus dem hoheitsvoll dargestellten Gekreuzigten, Maria und Johannes im Trauergestus und wird auf die Jahre um 1225 datiert. Maria steht auf einer Schlange, Johannes auf einem wolfshundĂ€hnlichen Untier, das an einem Apfel nagt. Es ist anzunehmen, dass damit auf den SĂŒndenfall angespielt wird, der durch den Kreuzestod Jesu ĂŒberwunden wurde. Wahrscheinlich gehörten ursprĂŒnglich noch weitere, nicht erhaltene Figuren dazu. Einige Reste der Lettnerskulpturen sind ebenfalls noch erhalten, die allerdings keine zuverlĂ€ssige Rekonstruktion des Lettners erlauben.
Ebenfalls noch aus der Zeit vor dem Brand 1484 stammt das eindrucksvolle Vesperbild, das auf die Zeit um 1430 datiert wird. Es zeigt die in Schmerz versunkene Maria mit dem Leichnam Jesu auf dem SchoĂ in einem spĂ€tgotischen Realismus, der bis zur Verwendung von Naturhaar fĂŒr die Haare Jesu getrieben ist.
Der stÀrker individuell und realistisch geprÀgte Stil des Vesperbildes findet sich auch in einem spÀtgotischen Zyklus von holzgeschnitzten und gefassten Apostelfiguren, die an den Pfeilern und Pfeilervorlagen des Langhauses aufgestellt sind. Der Apostelzyklus ist in der Werkstatt des Meisters der Freiberger Domapostel entstanden, der möglicherweise mit Philipp Koch identisch ist und in der Umgebung von Freiberg zahlreiche sakrale Skulpturen geschaffen hat. Der Apostelzyklus wird in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts entstanden sein.
Ein weiterer Zyklus von geschnitzten und bemalten Figuren zeigt Christus mit den klugen und törichten Jungfrauen, die jedoch nicht in jedem Fall so individuell geprĂ€gt sind wie die vorgenannten Skulpturen. Weitere Figuren des heiligen Christophorus und des heiligen Wolfgangs sind ebenfalls vom Meister des Apostelzyklus fĂŒr nicht erhaltene AltĂ€re geschaffen worden.
Der SpĂ€tgotik ist auch eine sandsteinerne Madonnenfigur in der Annenkapelle, die sogenannte Monhauptsche Madonna, zuzurechnen, die aus dem Jahr 1513 stammt. Ihr mutmaĂlicher Schöpfer Franz Maidburg muss das Werk Tilman Riemenschneiders gekannt haben, da sie erkennbare stilistische AnklĂ€nge an die um 1512 geschaffene Doppelmadonna dieses Meisters im WĂŒrzburger Dom zeigt.
Chor und FĂŒrstliche BegrĂ€bniskapelle der Albertiner
Der Chor fungierte von 1541 bis 1696 als Grablege fĂŒr 38 Mitglieder der sĂ€chsischen FĂŒrstenfamilie, darunter acht KurfĂŒrsten, zwei Herzöge, zehn Frauen und achtzehn Kinder im Alter von nur wenigen Wochen bis elf Jahrencite-ref-17[17]. Die Beisetzungen im Freiberger Dom endeten mit dem Ăbertritt Augusts des Starken zum römisch-katholischen Glauben. Seine Mutter Anna Sophie von DĂ€nemark und deren Schwester Wilhelmine Ernestine von DĂ€nemark sind in der Schwesterngruft bestattet, die sich in der SĂŒdkapelle (ehem. Allerheiligenkapelle) befindet. UrsprĂŒnglich stand dieses zwischen 1703 und 1712 vom Dresdner Barockbildhauer Balthasar Permoser geschaffene Grabmal in der Lichtenburg zu Prettin, wurde jedoch 1811 nach Freiberg umgesetzt. Beachtenswert ist das von dem LĂŒbecker Goldschmied Hans Wessel fĂŒr 2800 Thaler erstellte mĂ€chtige Moritzmonument, zu Ehren Moritz von Sachsen. Er errang durch seine Dienste fĂŒr den Kaiser die KurwĂŒrde fĂŒr Sachsen. Neben dem Moritzmonument befindet sich auf einer Konsole an der Seitenwand die Figurine des KurfĂŒrsten Moritz mit dem Harnisch, den er in der Schlacht bei Sievershausen getragen hat. In der Nordkapelle befinden sich 11 ZinnsĂ€rge von KurfĂŒrsten und ihren Gemahlinnen. Weitere ZinnsĂ€rge befinden sich in einer Gruft unter der SĂŒdkapelle. Zudem wurden die wettinischen SĂ€rge, die ursprĂŒnglich in der Krypta der Dresdner Sophienkirche bestattet waren, nach der Zerstörung der Kirche 1950 ebenfalls in die FĂŒrstengruft des Doms verbracht.
Mit der Umgestaltung des gotischen Chores zur Grabkapelle beauftragte der KurfĂŒrst August von Sachsen den italienischen Bildhauer Giovanni Maria Nosseni, der die Planung und AusfĂŒhrung von 1589 bis 1595 leitete. Die Strebepfeiler wurden durch EinfĂŒgen von Sockelprofilen und Kapitellen in ionische Pilaster umgewandelt.cite-ref-kunstf-1-5[1] Den Boden des Chores bilden 29 kunstvoll gefertigte Messing-Grabplatten. Die Grabplatte fĂŒr Herzogin Katharina stammt aus der Freiberger GieĂerei des Wolfgang Hilliger, der mit weiteren Mitgliedern dieser Freiberger GieĂerfamilie auch fĂŒr den Guss der anderen Messingplatten vermutet wird. Die Wand ist mit einer FĂŒlle an Epitaphen und Plastiken des FĂŒrstenhauses geschmĂŒckt. Beeindruckend ist die Deckengestaltung aus Malerei und Stuckplastik im Stile des italienischen Manierismus.
Den Ăbergang zwischen Wandgestaltung und Decke bilden 34 musizierende Engel auf dem obersten Sims der Epitapharchitektur. Untersuchungen im Zuge von Sanierungen haben ergeben, dass es sich bei den âverbautenâ Instrumenten in den HĂ€nden der Engel um echte Instrumente der Renaissance beziehungsweise sehr gute Nachbildungen handelt. Bisher waren aus dieser Zeit keine Instrumente erhalten. Die âFundstĂŒckeâ wurden im Museum fĂŒr Musikinstrumente der UniversitĂ€t Leipzig untersucht und nachgebaut. Auch die Nachbildungen konnten aufgrund ihrer Detailtreue als Vorlage fĂŒr Nachbauten dienen. So ist es nun erstmals wieder möglich, ein komplettes Orchester in einem fĂŒr seine Zeit typischen Klangbild zu erleben.cite-ref-18[18]
In der BegrÀbniskapelle sind unter anderem bestattet (oder dorthin umgebettet):
1. Heinrich, Herzog von Sachsen (1473â1541)
2. Katharina von Mecklenburg (1487â1561), (Gemahlin des Herzogs Heinrich von Sachsen)
3. Sidonie von Sachsen (1518â1575), (Tochter des Herzogs Heinrich von Sachsen und Gemahlin des Herzogs Erich II. von Braunschweig-Calenberg-Göttingen)
4. Moritz, KurfĂŒrst von Sachsen (1521â1553)
5. Albrecht von Sachsen (1545â1546), (Sohn des KurfĂŒrsten Moritz von Sachsen)
6. August, KurfĂŒrst von Sachsen (1526â1586)
7. Anna von DĂ€nemark und Norwegen (1532â1585), (Gemahlin des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
8. Eleonore von Sachsen (1551â1553), (Tochter des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
9. Alexander von Sachsen, Administrator von Naumburg und Merseburg (1554â1565), (Sohn des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
10. Magnus von Sachsen (1555â1558), (Sohn des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
11. Joachim von Sachsen (*/â 1557), (Sohn des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
12. Hektor von Sachsen (1558â1560), (Sohn des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
13. Marie von Sachsen (1562â1566), (Tochter des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
14. Amalie von Sachsen (*/â 1565), (Tochter des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
15. Anna von Sachsen (1567â1613), (Tochter des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
16. August von Sachsen (1569â1570), (Sohn des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
17. Adolf von Sachsen (1571â1572), (Sohn des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
18. Friedrich von Sachsen (1575â1577), (Sohn des KurfĂŒrsten August von Sachsen)
19. Christian I., KurfĂŒrst von Sachsen (1560â1591)
20. Sophie von Brandenburg (1568â1622), (Gemahlin des KurfĂŒrsten Christian I. von Sachsen)
21. Anna Sabina von Sachsen (*/â 1586), (Tochter des KurfĂŒrsten Christian I. von Sachsen)
22. Elisabeth von Sachsen (1588â1589), (Tochter des KurfĂŒrsten Christian I. von Sachsen)
23. August von Sachsen, Administrator von Naumburg (1589â1615), (Sohn des KurfĂŒrsten Christian I. von Sachsen)
24. Dorothea von Sachsen, Ăbtissin von Quedlinburg (1591â1617), (Tochter des KurfĂŒrsten Christian I. von Sachsen)
25. Christian II., KurfĂŒrst von Sachsen (1583â1611)
26. Hedwig von DĂ€nemark (1581â1641), (Gemahlin des KurfĂŒrsten Christian II. von Sachsen)
27. Johann Georg I., KurfĂŒrst von Sachsen (1585â1656)
28. Sibylla Elisabeth von WĂŒrttemberg (1584â1606), (Gemahlin des KurfĂŒrsten Johann Georg I. von Sachsen)
29. Magdalena Sibylle von PreuĂen (1586â1659), (Gemahlin des KurfĂŒrsten Johann Georg I. von Sachsen)
30. Christian Albrecht von Sachsen (*/â 1612), (Sohn des KurfĂŒrsten Johann Georg I. von Sachsen)
31. Heinrich von Sachsen (*/â 1622), (Sohn des KurfĂŒrsten Johann Georg I. von Sachsen)
32. Johann Georg II., KurfĂŒrst von Sachsen (1613â1680)
33. Magdalena Sibylle von Brandenburg-Bayreuth (1612â1687), (Gemahlin des KurfĂŒrsten Johann Georg II. von Sachsen)
34. Sibylla Marie von Sachsen (1642â1643), (Tochter des KurfĂŒrsten Johann Georg II. von Sachsen)
35. Johann Georg III., KurfĂŒrst von Sachsen (1647â1691)
36. Anna Sophie von DĂ€nemark (1647â1717), (Gemahlin des KurfĂŒrsten Johann Georg III. von Sachsen)
37. Wilhelmine Ernestine von DĂ€nemark (1650â1706), (Schwester der Anna Sophie von DĂ€nemark und Gemahlin des KurfĂŒrsten Karl II. von der Pfalz)
38. Johann Georg IV., KurfĂŒrst von Sachsen (1668â1694)
39. Eleonore von Sachsen-Eisenach (1662â1696), (Tochter des Herzogs Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach und Gemahlin des KurfĂŒrsten Johann Georg IV. von Sachsen)
40. Sophie Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-GlĂŒcksburg (1630â1652), (Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-GlĂŒcksburg und Gemahlin des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz)
41. Johann Philipp von Sachsen-Zeitz (1651â1652), (Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz und der Sophie Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-GlĂŒcksburg)
42. Moritz von Sachsen-Zeitz (1652â1653), (Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz und der Sophie Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-GlĂŒcksburg)
43. Zofia Agnieszka RadziwiĆĆ (* 16. Mai 1618/1619 (?) in Schmolsin; â 1637 in Dresden), (Tochter des FĂŒrsten Janusz VI. RadziwiĆĆ, Kastellan von Vilnius und Starost von Baryssau, und der Elisabeth Sophie von Brandenburg)
GrabdenkmÀler und weitere Ausstattung
Zahlreiche GrabdenkmĂ€ler und Epitaphe von unterschiedlicher QualitĂ€t sind zumeist in der Vorhalle des Doms angebracht. Zu erwĂ€hnen ist das von Andreas Lorenz geschaffene Epitaph des Johannes von Schönberg (â 1569), das die VerklĂ€rung Christi in den Formen der Hochrenaissance zeigt. Das Epitaph der Barbara Schönlebe mit Beschlagwerk von 1599 zeigt ebenfalls die VerklĂ€rung Christi und ist offenkundig von den Werken Nossenis beeinflusst.
Einen ĂŒbermĂ€Ăigen Reichtum an manieristischer Ornamentik zeigt das hölzerne Epitaph des Ehepaares Holewein (â 1607 und 1617), in dem die Taufe Christi dargestellt ist. Ăhnlich reich geschmĂŒckt ist das Epitaph Wolf Heinrichs von Brand (â 1619) mit einer BĂŒste des Kriegshauptmanns. Das Epitaph W. Meurers (â 1632) steht in engem Zusammenhang mit dem Retabel des Doms und stellt den Kampf Jakobs mit dem Engel dar. Das Epitaph fĂŒr Nikolaus und Sigmund Horn (â 1615 und 1666) besteht aus Bronzeplatten mit Architekturrahmung und Figuren aus Holz und zeigt den Niedergang der Bildhauerkunst in Freiberg nach dem DreiĂigjĂ€hrigen Krieg, obwohl der doppelgeschossige Aufbau nicht ohne eine gravitĂ€tische WĂŒrde ist.
Die spĂ€teren Epitaphe sind zumeist mit GemĂ€lden versehen, so das Epitaph Gabriel Breiting (â 1668), das die Opferung Isaaks zeigt, und das Epitaph Theodor Siegel (â 1676) mit der Grablegung Christi. Von dem Schneeberger Meister Heinrich Böhme dem JĂŒngeren stammt das hochbarocke, aus Alabaster und Marmor geschaffene Epitaph des Ehepaares Agnes (â 1693) und Abraham (â 1711) von Schönberg mit drastischer Darstellung von Todes- und Lebenssymbolik.
Von den zahlreichen weiteren GrabdenkmĂ€lern ist noch das Epitaph fĂŒr Heinrich Schmidt (â 1685) mit einer Inschrift und allegorischen Figuren zu erwĂ€hnen. DarĂŒber hinaus beherbergt der Dom eine Sammlung von 17 Pfarrerbildern, die den hohen gesellschaftlichen Rang der protestantischen Geistlichkeit im 17. und 18. Jahrhundert deutlich macht.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden zwei FĂŒrstenlogen nach einem Entwurf von MatthĂ€us Daniel Pöppelmann auf der Nordseite unter die Emporenbögen eingefĂŒgt.cite-ref-kunstf-1-6[1] Sie ordnen sich trotz ihres barocken Reichtums insgesamt bescheiden dem gotischen Raum unter.
Orgeln
Hauptorgel
In den Jahren 1710 bis 1714 erbaute Gottfried Silbermann eine Orgel mit 44 Registern. Es war seine erste groĂe Orgel und blieb das gröĂte Werk, das er eigenhĂ€ndig schuf.cite-ref-0-19-0[19] Der Rat der damals ĂŒberaus wohlhabenden Stadt Freiberg folgte mit der Erteilung des Auftrags an den jungen Orgelbauer, der bis dahin nie ein auch nur annĂ€hernd vergleichbar groĂes Werk errichtete, einer Empfehlung des Leipziger Thomaskantors Johann Kuhnau.cite-ref-20[20] Den Prospekt mit korinthischer Pilastergliederung und reicher Akanthusornamentik entwarf der Domorganist Elias Lindner. Die Orgelabnahme erfolgte am 13./14. August 1714 durch Kuhnau und den Altenburger Hoforganisten Gottfried Ernst Bestel, die Einweihung am 19. August 1714. 1738 nahm der Meister kleinere Ănderungen an der Disposition des Oberwerks vor. 1933 wurde die Qvintadehn 8âČ erneuert. Von 1981 bis 1983 restaurierte die Orgelbaufirma Jehmlich unter Leitung des Restaurators Kristian Wegscheider die Orgel.cite-ref-21[21] Sie verfĂŒgt ĂŒber 44 Register (2674 Pfeifen), die sich auf drei Manualwerke und Pedal verteilen. Die Ton- und Registertrakturen sind mechanisch. Die Stimmtonhöhe betrĂ€gt a1= 476,3 Hz. Am Pfeifenwerk ist eine modifiziert mitteltönige Stimmung als die ursprĂŒngliche nachweisbar, die seit 1985 in Richtung auf eine Wohltemperierung abgeschwĂ€cht wurde. Das Instrument ist eine der berĂŒhmtesten Barockorgeln und eine der am besten erhaltenen Orgeln Silbermanns.cite-ref-0-19-1[19]
âą Koppeln: III/II, I/II (Schiebekoppeln)
âą Spielhilfen: Sperrventile
Chororgel
Ihr gegenĂŒber befindet sich eine zweite, kleinere Orgel Gottfried Silbermanns. Das Instrument wurde 1718/1719 fĂŒr St. Johannis gebaut und 1939 aufgrund der BaufĂ€lligkeit der Kirche in den Dom ĂŒberfĂŒhrt und als Chororgel aufgestellt. Jehmlich fĂŒhrte 1996/1997 eine Teilrestaurierung der weitgehend erhaltenen Orgel durch.cite-ref-22[22]
âą Koppeln: I/P
âą Spielhilfen: Tremulant
Glocken
Das GelĂ€ut des Domes besteht aus sechs Kirchenglocken, von denen vier aus der GieĂerei von Oswald Hilliger in Freiberg stammen. Die GroĂe Susanne zĂ€hlt zu den bedeutendsten Klangkörpern dieser Zeit in Deutschland. Die zweite Glocke war ursprĂŒnglich auch ein Werk dieser GieĂerei, wurde aber wegen eines Sprunges von C. Albert Bierling (Dresden) 1896 umgegossen. Die kleinste Glocke ist der Ersatz fĂŒr eine VorgĂ€ngerglocke von 1512 (Oswald Hilliger), die im Zweiten Weltkrieg fĂŒr RĂŒstungszwecke eingezogen wurde und vom Hamburger Glockenfriedhof nicht mehr zurĂŒckkehrte. Das heutige GelĂ€ut stellt aufgrund der Kombination von zwei Grund- mit vier Cymbelglocken ein einmaliges Ensemble in der sĂ€chsischen Glockenlandschaft dar.cite-ref-23[23]
| Nr. | Name | Gussjahr | GieĂer, Gussort | Durchmesser | Gewicht | Nominal ( HT - 1 / 16 ) | LĂ€uteordnung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | GroĂe Susanne | 1488 | Oswald Hilliger , Freiberg | 1902 mm | 4220 kg | b 0 +7 | Hohe Feiertage (Weihnachten, Ostern, Pfingsten) |
| 2 | Lutherglocke | 1896 | C. Albert Bierling , Dresden | 1268 mm | 1170 kg | es 1 +12 | Sonntage (auĂerhalb der BuĂzeiten), kirchliche Konzerte |
| 3 | Morgenglocke | 1496 | Oswald Hilliger, Freiberg | 850 mm | 392 kg | c 2 +4 | MittagslÀuten |
| 4 | Kinderglocke | 1496 | Oswald Hilliger, Freiberg | 764 mm | 280 kg | d 2 â1 | AbendlĂ€uten |
| 5 | Silberglocke | 1496 | Oswald Hilliger, Freiberg | 652 mm | 196 kg | f 2 +2 | MorgenlÀuten |
| 6 | Taufglocke | 1956 | Franz Schilling, Apolda | 557 mm | 120 kg | g 2 ±0 | |
Taufstein aus der Hirschfelder Kirche
Im Kreuzgang steht ein 800 Jahre altes romanisches Taufbecken aus Stein,cite-ref-24[24] das aus der rund 15 km entfernten Hirschfelder Kirchecite-ref-25[25] stammt, und in dem Katharina von Bora, die Ehefrau von Martin Luther, getauft worden sein soll.cite-ref-26[26]
Gemeindeleben
Der Dom wird von der Ev.-Luth. Domgemeinde Freiberg fĂŒr Gottesdienste genutzt. Er kann tĂ€glich wĂ€hrend der regulĂ€ren Ăffnungszeiten besichtigt werden. ZusĂ€tzlich besteht ein Angebot kostenpflichtiger FĂŒhrungen.cite-ref-27[27] Seit den 1960er-Jahren unterhĂ€lt die Domgemeinde Freiberg partnerschaftliche Beziehungen zur Domgemeinde in Verden/Aller.
Literatur
âą Rainer Budde: Deutsche Romanische Skulptur 1050â1250. MĂŒnchen 1979, Abb. 292â303.
âą Ev.-Luth. Domgemeinde St. Marien, Freiberg (Hrsg.): Der Dom zu Freiberg. PEDA-KunstfĂŒhrer Nr. 359/2005, 2. Auflage, Passau 2005.
⹠Hermann Hennig: Der Dom zu Freiberg. Festschrift zur Weihe nach vollendeter Renovierung. Verlag Max Löser. Freiberg 1894. (Digitalisat)
âą Eduard Heuchler: Der Dom zu Freiberg: in geschichtlicher und kunsthistorischer Beziehung. Freiberg 1862. (Digitalisat)
âą Eduard Heuchler: Die goldene Pforte am Dom zu Freiberg. Gerlach, Freiberg 1862. (Digitalisat)
âą M. HĂŒbner (Hrsg.): Dom & Domviertel Freiberg/Sachsen. Hinstorff Verlag, 2005.
âą Christel Kandler: Die Goldene Pforte am Freiberger Dom. Dom St. Marien, Ev.-Luth. Domgemeinde, Freiberg 2006.
âą Arndt Kiesewetter, Heiner Siedel, Michael Stuhr et al.: Die Tulpenkanzel im Dom zu Freiberg. (Arbeitshefte des Landesamtes fĂŒr Denkmalpflege Sachsen, 2), Dresden 1995.
âą Herbert KĂŒas: Die Goldene Pforte zu Freiberg. Insel Verlag, Leipzig 1943 (Insel-BĂŒcherei 179/3).
âą Selmar Peine: Die Goldene Pforte in Freiberg und insbesondere die Deutung ihrer Figuren. 1896 (Digitalisat)
âą Wilhelm Schlemmer: Die romanische Marienkirche und der erste Dom zu Freiberg. (GroĂe BaudenkmĂ€ler, Heft 409). 5. Auflage, MĂŒnchen/Berlin 1994.
âą Rolf Toman (Hrsg.): Die Kunst der Romanik. Architektur â Skulptur â Malerei. Köln 1996, S. 317.
âą Heinrich Magirius: Der Dom zu Freiberg. Union Verlag, Berlin 1977.
âą Heinrich Magirius: Der Dom zu Freiberg. GroĂe KunstfĂŒhrer Verlag Josef Fink, 2013, ISBN 978-3-89870-823-4.
âą Heinrich Magirius, Albrecht Koch: Der Dom zu Freiberg. Kleine Kunst- und KulturfĂŒhrer Verlag Josef Fink, 2015.
Weblinks
Commons
: Freiberger Dom
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Homepage der Domgemeinde (mit Ăffnungszeiten, Konzertterminen u. a.)
Einzelnachweise
cite-note-kunstf-11. â Georg Piltz: KunstfĂŒhrer durch die DDR. 4. Auflage, Urania-Verlag, Leipzig / Jena / Berlin. 1973; S. 468ff.
cite-note-22. â Vom Freiberger Dom, Berliner Tageblatt, 22. September 1905.
cite-note-33. â Ludwig Dihm: Blick auf Chor und Ostgiebel des Freiberger Doms in: Architekturmuseum der TU Berlin.
cite-note-55. â Heinrich Magirius: Geschichte der Denkmalpflege. Sachsen. 1. Auflage. Verlag fĂŒr Bauwesen, Berlin 1989, ISBN 3-345-00292-2, S. 129, 269.
cite-note-66. â Friedrich Möbius und Helga Möbius: Ecclesia ornata. 1. Auflage. Union Verlag, Berlin 1974.
cite-note-mag-77. â Heinrich Magirius: Der Dom zu Freiberg. Union Verlag, Berlin 1977.
cite-note-99. â Harvard: From the Harvard Art Museumsâ collections Replica of the Golden Portal (c. 1230), of Church of Our Lady, Freiberg, Germany. Abgerufen am 19. Januar 2020 (englisch).
cite-note-1010. â Italienischer Hof. Abgerufen am 19. Januar 2020.
cite-note-1111. â The Golden Gate of Freiberg Cathedral. Abgerufen am 19. Januar 2020 (amerikanisches Englisch).
cite-note-1212. â Zur Tulpenkanzel siehe Burkhard Kunkel: Die Kunst der lutherischen Kirchen im 16. Jahrhundert. Medien, Mitteldinge, Monumente â eine Geschichte der materiellen Kultur. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-7861-2848-9, S. 220 und 325â326.
cite-note-1313. â Ernst Ullmann (Hrsg.): Geschichte der deutschen Kunst 1470â1550. E.A. Seemann Verlag Leipzig 1984, S. 326â327.
cite-note-1414. â Heiner Siedel: Materialien der Kanzel und des Fundamentes. In: Arbeitshefte des Landesamtes fĂŒr Denkmalpflege Sachsen, Heft 2, Dresden 1995, S. 68â74.
cite-note-1515. â Eine im Erzgebirge verbreitete Legende erzĂ€hlt davon, dass Daniel von einem Baum trĂ€umte, in deren Ăsten er nach einem Schatz suchte, ihn dann aber erst unter den Wurzeln in silberhaltigem Gestein fand. (Adolf Reinle: Die Ausstattung deutscher Kirchen im Mittelalter, Darmstadt 1988, S. 48).
cite-note-1616. â Otto Eduard Schmidt: Das RĂ€tsel der Tulpenkanzel im Freiberger Dom und Ulrich RĂŒlein von Calbe. In: Mitteilungen des Landesverein SĂ€chsischer Heimatschutz, Band XV, Heft 3â4/1926, Dresden 1926, S. 131â144.
cite-note-1717. â Claudia Kunde: Die BegrĂ€bniskapelle der albertinischen Wettiner im Freiberger Dom. 2004 (freiberger-altertumsverein.de [PDF]).
cite-note-1818. â Die Musikinstrumente aus der BegrĂ€bniskapelle des Freiberger Doms. Auf der Website des Museums fĂŒr Musikinstrumente der UniversitĂ€t Leipzig, abgerufen am 12. MĂ€rz 2013.
cite-note-0-1919. â Berit Drechsel: Die Gottfried-Silbermann-Orgel der Petrikirche zu Freiberg. Entstehung â VerĂ€nderung â Rekonstruktion. Sandstein, Dresden 2007, ISBN 978-3-940319-02-9.
cite-note-2020. â Willi Frank: Orgelmusik-RadiofĂŒhrer fĂŒr Kalenderwoche 28 / 2025. Gesellschaft der Orgelfreunde e. V., abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-2121. â GroĂe Silbermannorgel. In: freiberger-dom.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 31. MĂ€rz 2019; abgerufen am 2. Mai 2016.
cite-note-2222. â Frank-Harald GreĂ, Michael Lange: Die Orgeln Gottfried Silbermanns. (= Veröffentlichungen der Gesellschaft der Orgelfreunde 177). 3. Auflage. Sandstein, Dresden 2007, ISBN 978-3-930382-50-7, S. 50.
cite-note-2323. â Das GelĂ€ut des Freiberger Domes. In: freiberger-dom.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 19. Januar 2016; abgerufen am 2. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiberger-dom.de
cite-note-2424. â Thomas Reibetanz, Christian Wobst: Bedeutende Kunstwerke im Freiberger Dom, erzgebirge.de
cite-note-2525. â Kirche Hirschfeld â Geschichte und Baugeschichte der Kirche. Kirchgemeinden Reinsberg, Siebenlehn-Obergruna und Hirschfeld, abgerufen am 23. Juli 2019.
cite-note-2626. â Thomas Reibetanz: Freiberger Dom: Alte SchĂ€tze rĂŒcken wieder ins Licht. In: Freie Presse Freiberg, 6. Mai 2012.
cite-note-2727. â DomfĂŒhrung. In: freiberger-dom.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 19. Januar 2016; abgerufen am 2. Januar 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiberger-dom.de
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